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Category: Neurowissenschaft

Das automatische Gehirn

Über 90 Prozent von allem, was wir täglich machen, erledigt unser Gehirn quasi ohne uns. Unbewusst, oft ohne dass wir es merken.

Am Beispiel von Martha und Jake, zwei Personen, die sich zufällig über den Weg laufen, zeigt die zweiteilige Dokumentation, dass fast alle unserer täglichen Handlungen unbewusst herbeigeführt, wir also per „Autopilot“ von unserem Gehirn gesteuert werden.

Aufwendige 3-D-Animationen geben ungeahnte Einblicke tief in die Köpfe von Martha und Jake. Neurowissenschaftler in aller Welt beweisen mit ihren zum Teil verblüffend unterhaltsamen Experimenten, wie wenig Macht der menschliche Verstand über unsere alltäglichen Entscheidungen besitzt. Und auch der Fernsehzuschauer kann die Macht des Unbewussten am eigenen Leib erfahren, wenn er sich auf diverse Mitmachspiele und spielerische Tests einlässt, die die spannende und faszinierende Dokumentation „Das automatische Gehirn“ ihm anbietet.Weiterlesen


Signale aus dem Innenleben. Wie Emotionen unser Leben bestimmen

Viele Philosophen haben den Menschen über seine Fähigkeit zur Vernunft definiert. Schon Aristoteles (384 – 322 v. Chr.) sprach vom „zoon logicon“, dem „vernunftbegabten Tier“. Hirnforscher und Kognitionspsychologen vertreten heute aber eine andere Ansicht als der große griechische Denker: Die Macht, die uns maßgeblich bestimmt, ist nicht die Vernunft. Es sind die Emotionen.

Rund um die Uhr, tagaus tagein, stehen wir unter ihrem Einfluss. Permanent generiert vom Gehirn, als Reaktionen auf den stetig eintreffenden Strom an Informationen, lenken Emotionen unser Denken und Handeln. Da nur ein kleiner Teil davon als bewusste Gefühle erlebt wird, erkennen wir oft selbst nicht, was uns gerade an- und umtreibt. Und oft erkennen andere unsere momentane emotionale Lage besser als wir selbst. Denn weil Emotionen im Leben von Menschen eine derart tragende Rolle spielen, hat der Mensch ein sehr sensibles Gespür dafür entwickelt, was andere empfinden und wie sie sich dabei fühlen.

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Verhaltensforschung: Unsere Intuition ist nicht egoistisch

Der Mensch scheint von Grund auf uneigennützig zu sein. Zumindest dann, wenn er keine Zeit zum Nachdenken hat. Wer spontan handelt, ist großzügiger. Ein trauriges Bild zeichnete der Philosoph Thomas Hobbes in seinem Werk Leviathan vom Menschen: Wie ein Wolf sei dieser nur dann zur Kooperation bereit, wenn sie seinem eigenen Vorteil diene. Permanent führe er also Krieg gegen alle anderen. 300 Jahre später zweifeln Verhaltensforscher dieses Menschenbild an: Amerikanische Psychologen um David Rand von der Harvard Universität konnten zeigen, dass Menschen intuitiv danach streben, dem Gemeinwohl zu dienen. Egoistische Entscheidungen seien hingegen meist das Ergebnis sorgfältiger Überlegungen, schreiben die Forscher im Magazin Nature. Laut Rand sind Intuition und Verstand die zwei zentralen Triebfedern unseres Handelns. Um herauszufinden, welches der beiden Denkmuster uns zu eigennützigem Verhalten bewegt, führten er und sein Team insgesamt zehn verschiedene Experimente durch. Für das erste stellten die US-Psychologen Aufgaben ins Netz, für die sich 212 Personen anmeldeten.Die Probanden wurden zunächst in Vierergruppen aufgeteilt. Jedes Mitglied einer Gruppe erhielt dann die Anweisung, einen beliebigen Anteil seines Lohns in eine Gemeinschaftskasse einzuzahlen. Die Forscher teilten ihnen mit, dass jeder eingezahlte Beitrag verdoppelt und der Gesamtbetrag schließlich gerecht unter allen vier Gruppenmitgliedern aufgeteilt würde…..

Artikel unter www.zeit.de


The neurological basis of intuition

Most of us have experienced the vague feeling of knowing something without having any memory of learning it. This phenomenon is commonly known as a “gut feeling” or “intuition”; more accurately though, it is described as implicit or unconscious recognition memory, to reflect the fact that it arises from information that was not attended to, but which is processed, and can subsequently be retrieved, without ever entering into conscious awareness.

According to a new study, our gut feelings can enhance the retrieval of explicitly encoded memories – those memories which we encode actively – and therefore lead to improved accuracy in simple decisions. The study, which is published online in Nature Neuroscience, also provides evidence that the retrieval of explicit and implicit memories involves distinct neural substrates and mechanisms.

The distinction between explicit and implicit memory has been recognized for centuries. We know, from studies of amnesic patients carried out since the 1950s, that implicit memories can influence behaviour, because such patients can learn to perform new motor skills despite having severe deficits in other forms of memory. Thus, the term implicit memory refers to the phenomenon whereby previous experience, of which one is not consciously aware, can aid performance on specific tasks.Weiterlesen


Wenn wir jemanden anschauen, erkennen wir oft intuitiv an der Mimik, welcher Stimmung er ist.

Eine Fahrt mit dem Zug kann schnell einmal zu einer kleinen Sozialstudie werden. Denn oft genügt schon ein Blick in die Gesichter der Mitreisenden, um herauszufinden, wer sich gerade ärgert, wer sich freut und wer traurig ist. Dabei hat man die Leute um sich herum noch nie vorher gesehen. Doch wir Menschen sind Experten darin, die Emotionen anderer aus ihren Gesichtern herauszulesen.

Das hat zwei Gründe: Zum einen machen sich die so genannten Basisemotionen wie Freude, Überraschung, Wut, Trauer, Ekel oder Angst quer durch alle Kulturen durch das gleiche Mienenspiel bemerkbar – was es erleichtert, diese elementaren Gefühle identifizieren zu können. Zum anderen sind wir auch neurobiologisch bestens dafür ausgerüstet, im Antlitz anderer zu lesen wie in einem Buch. Spezielle Areale in unserem Gehirn ermöglichen es uns, anhand des mimischen Ausdrucks den emotionalen Zustand zu erkennen. Und mehr noch: Spiegelneurone helfen uns dabei, uns in die Gefühle der anderen hineinzuversetzen und ihre Lage nachzuempfinden – auf dass wir sie besser verstehen.Weiterlesen


Intuition Can Be Explained

Intuition, or tacit knowledge, is difficult to measure, so it is often denigrated. A new dissertation in education research from Linköping University in Sweden shows that there is a neurobiological explanation for how experience-based knowledge is created.

“Can’t ‘splain sump’n to somebody who doesn’t understand it”; “my legs think faster than I do” (Swedish alpine skiing champion Ingemar Stenmark). “Skate where the puck´s going, not where it´s been” (Wayne Gretsky).

Lars-Erik Björklund uses these quotations in his dissertation to illustrate what we mean by intuition, tacit knowledge, hands-on knowledge, or practical wisdom. It is based on experience and is something that experts in many fields possess.Weiterlesen


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